Das Smartphone wird hochkant gehalten – klingt zunächst einfach. Aber plötzlich stehen Personen zu weit auseinander, Grafiken verschwinden unter Kommentaren und ein großer Veranstaltungssaal wirkt wie ein schmaler Flur. Ein professioneller Vertical Livestream benötigt deshalb eine eigene Bildsprache, eine angepasste Regie, eine technisch zuverlässige Liveübertragung, und einen Ablauf, der für die schnelle Aufmerksamkeit auf TikTok und Instagram entwickelt wurde. Hochkant ist kein beschnittenes Fernsehen Ein guter 9:16-Livestream wird von Anfang an für den vertikalen Bildschirm geplant. TikTok empfiehlt selbst, Inhalte direkt im Seitenverhältnis 9:16 zu produzieren, mindestens in 720p zu arbeiten und ausreichend Platz für die Bedienelemente der App freizuhalten. Auch Meta empfiehlt für Reels das bildschirmfüllende Hochformat und weist auf Sicherheitsbereiche für wichtige Texte und Bildelemente hin. Das klingt nach einer technischen Vorgabe, verändert aber die gesamte Produktion. Ein Redner, der in einer Totalen auf einer großen Bühne steht, ist auf dem Smartphone kaum noch zu erkennen. Gesichter, Hände und Produkte müssen deutlich größer gezeigt werden. Der Vertical Stream lebt von Nähe. Der Stream muss sofort beginnen Wie bei jeder professionell geplanten Videoproduktion sollten Zielgruppe, Botschaft und Ablauf bereits vor dem ersten Kamerabild feststehen. Ein langes Intro, eine minutenlange Begrüßung und anschließend noch eine ausführliche Vorstellung aller Beteiligten? Auf …