Unsere Top-5-Tipps für gelungene Panoramavideos in 360 Grad!

Sie werden „normale“ Videos nie vollständig ersetzen – doch sie sind auf dem Vormarsch, auf YouTube, Facebook, überall! 360-Grad-Videos sind für immer mehr User eine tolle Bereicherung und Informationsquelle. Rundum-Blicke sind dank moderner Technik genauso möglich wie der simultane Wechsel zu einer anderen Panoramakamera. Natürlich muss man bei dieser neuen Technologie auf ein paar spezielle regeln achten. Wir haben sie für Euch zusammengestellt!

360-Grad-Videos sind grundsätzliche keine „rocket science“, aber sie haben es dennoch ein wenig in sich. Hier unsere Top-5-Regeln für gute Clips:

  1. Verabschiede Dich vom sicheren Terrain „hinter der Kamera“!
    Eigentlich klingt das erstmal sehr unspektakulär – ist nicht das gerade der Sinn und Zweck von einem Panoramavideo? Trotzdem ist das erstmal gar nicht so einfach. Die Kamera nimmt wirklich alle Blickrichtungen auf – alles, was sich vor, hinter, unter, über, links und rechts von ihr befindet. Und da beginnt schon das Problem: Wie befestige ich die Kamera ohne in das Video einzugreifen? Hier gibt es eine pragmatische Lösung: Spezielle Stative fixieren die Kamera an einem Punkt und halten die Kamera auf einem möglichst schmalen Stab. Die meisten Betrachter schauen auf den Bereich „unter“ der Kamera ohnehin eher selten – und wenn man etwas sieht, hat man für gewöhnlich Verständnis für den Mindesteinsatz an Technik. Man kann auch auf einen Schwenkarm zurückgreifen, der die Kamera förmlich schweben lässt; eine ungemein hübsche Angelegenheit, die dem Video eine außergewöhnliche Dynamik verleiht. Wer hoch hinaus möchte und den Blick auf das Geschehen am Boden konzentrieren will, ist wohl mit einer Drohne gut beraten – sofern man über die notwendigen Genehmigungen und das erforderliche Know-How verfügt. Gleiches gilt selbstverständlich für Hubschrauber, Flugzeuge oder Boote.
    Immer, wenn sich die Bezugsebene der Kamera selbst mitbewegt, muss grundsätzlich über eine etwaige Federung nachgedacht werden. Eine 360-Grad-Kamera auf einem Fahrradhelm z.B. wird durch den Körper des Fahrradfahrer schon mal recht gut vor Erschütterungen geschützt. Bei einer Schlittenfahrt, oder wenn eine Kamera etwa über einem Motor angebracht wird, sind Vibrationen kaum zu vermeiden.
    Egal wie Ihr es macht: Der Zuschauer wird in alle Richtungen schauen können. Wer will, drückt auf „Pause“ und betrachtet im gehaltenen Moment alle Gesichter rund herum. Bei einer Vorführungen kann das besonders interessant sein, etwa, wenn etwas Überraschendes passiert.
    Die technische Grundlage bietet wie bei der Panoramafotografie der HTML5-Code. Die Programmierung arbeitet über Plattformen hinweg und bietet dem Zuschauer, dass er das Video nicht nur vom Desktop, sondern auch von Tablets, Smartphones oder VR-Brillen aus betrachten kann.
  2. Vorsicht vor künstlichem Licht!
    Hier wird es kniffliger. Dass der Kameramann nicht im Bild stehen soll, ist klar – doch wie mache ich es mit dem Beleuchter? Ganz einfach – es gibt ihn nicht. Genau wie es künstliche Beleuchtung bei Möglichkeit nicht geben sollte. Man würde sie immer störend im Bild haben – außerdem kann sie nicht die 360-Grad-Ausleuchtung erbringen, die man sich vielleicht wünschen würde. Daher ist im Regelfall Tageslicht das Mittel der Wahl; auch wenn man manchmal ein paar Tage auf Kaiserwetter und Sonnenschein warten muss.
    Eine Ausnahme bilden Veranstaltungen, die ohnehin mit stationärer Beleuchtung arbeiten. Das kann etwa ein Konzert sein, wo man als Zuschauer das Rampenlicht erwartet.
    Ein passender Ersatz für die Sonne kann ein Kronleuchter sein. Man stelle sich einen Saal in einem Schlosse vor: Hier musst Du definitiv keine Sorgen haben. Positioniere die Kamera unter dem meist zentral hängenden Leuchter und die Lichtverhältnisse sollten in alle Richtungen identisch sein.
  3. Verabschiede Dich von Stilmitteln!
    Eine 360-Grad-Kamera filmt in alle Richtungen. Alles, aber auch wirklich alles, was Kameramann und Schnittmeister normalerweise als Stilmittel verwenden, ist hier schlichtweg unmöglich. Weiche Übergänge, Totale, Halbtotale, Schuss-Gegenschuss – nichts davon ist zu beeinflussen, da ja diese Schritte gewissermaßen vom User selbst ausgeführt werden – wann immer er will und so oft er will. Gewissermaßen liegt einem Panoramavideo ein anarchisches Element zugrunde – schließlich kann der Zuschauer auch demonstrativ wegschauen, wenn etwas spektakuläres passiert.
    Daher sei völlig beruhigt und beschränke Dich darauf, dass Du dem Zuschauer ein Angebot machst, das er selbst interpretiert. Deine Aufgabe ist es, dass das Angebot in alle Richtungen ansprechend und voller Hingucker ist.
  4. Bei aller Machtlosigkeit – Inhalt musst Du trotzdem bieten!
    Während der dritte Tipp sagt: Verabschiede Dich von Stilmitteln!, müssen wir Dich trotzdem an Deine Botschaft erinnern. Willst Du einfach ein Panorama bieten, etwa in Form von 10 Minuten Getümmel mitten auf dem Oktoberfest? Oder willst Du ein spezielles Event filmen, das einen definierten Ablauf und Höhepunkt bietet?
    Die Auswahl des Inhalts ist entscheidend dafür, welche Zuschauer das Video anschauen und vor allem, wer es teilen wird. Oft reicht es, am richtigen Ort zur richtigen Zeit einfach nur das Geschehen dahinplätschern zu lassen – dennoch muss dies eine genau durchdachte Entscheidung sein.
  5. Sei Dir darüber im Klaren, wie der Zuschauer das Video steuern kann!
    Eine Besonderheit der 360-Grad-Videos ist ja gerade die angesprochene Freiheit des Betrachters. Diese geht jedoch auf Kosten seiner Bequemlichkeit – und ist sehr abhängig von der Art und Weise, wie er den Clip konkret steuert.
    Eine Möglichkeit, die sich quasi allen Desktop- bzw. Laptop-Benutzern stellt, ist die Steuerung über eine Maus. Das ist ein wenig nervig auf Dauer, funktioniert aber ganz passabel. Mit wesentlich mehr Körpereinsatz verbunden und damit nicht für die U-Bahn-Fahrt im Berufsverkehr geeignet, jedoch wahrscheinlich ungemein witziger ist die Steuerung über das Bewegen des Endgeräts. Dank Kompass und Gyroskop erkennt das Gerät die Ausrichtung und man bewegt sich bereits selbst, als wäre man im Video. Bei der VR-Brille hast Du schließlich Deine Zuschauer komplett gefangen genommen. Sie vollziehen Ihre Blickrichtungswechsel mit dem Hals, bzw. mit dem ganzen Körper, je nachdem, wo sie hinblicken möchten.

Nochmal zusammengefasst:

  1. Die Kamera filmt in alle Richtungen. Am besten gibt es keinen Kameramann und wenn, dann sollte er brav im Hintergrund bleiben.
  2. Künstliche Beleuchtung nur, wenn sie natürlich bzw. unsichtbar wirkt.
  3. Schnitt und Schwenks sind nicht Deine Aufgabe!
  4. Sei interessant durch die genaue Auswahl des Inhalts!
  5. Es gibt verschiedene Steuerungsmöglichkeiten, überfordere den Zuschauer nicht!

BILDSCHNITT ENTFÄLLT – DER SOUNDSCHNITT WIRD UMSO WICHTIGER

Während Du nichts am Blickwinkel ändern kannst, ist es absolut wichtig, die Mikrofone richtig zu platzieren und evtl. störende Nebengeräusche herauszuschneiden. Außerdem kann aus dem Off mit einem Kommentar gearbeitet werden. Evtl. kann als optisches Element eine Schrift eingeblendet werden, die das Bild nicht dominiert, jedoch den Zuschauer dezent an der Hand nimmt.

 

AUF DIE TECHNIK KOMMT ES AN

Produktionen in 360 Grad sind immer noch eine recht neue Angelegenheit. Die besten Ergenisse werden hier definitiv erzielt, wenn auf eine hohe Qualität der eingesetzten Technik geschaut wird. Notwendig sind in jedem Fall sechs Einzelkameras, um 360 Grad in der Horizontalen und 180 Grad in der Vertikalen aufzunehmen. Dann wird das Bild vollsphärisch und zu dem, was man sich unter einem Panoramavideo vorstellt. Mittels entsprechnder Software werden die Rohdaten in der Postproduktion synchronisiert und optimiert.

 

FÜR WEN EIGNEN SICH 360° VIDEOS?

Videos in 360 Grad sind prinzipiell für alle Anwendungen und Nutzerkreise denkbar – nur nicht in jeder Situation. Einerseits lässt sich im gewerblichen Bereicht damit ein hoher Werbeeffekt erzielen: Der potentielle Kunde hat das Produkt vor Augen, kann es auskundschaften und gleich ein gewisses „Feeling“ mitnehmen. Andererseits können Großereignisse besonders gut eingefangen werden – vom Volksfest über Sport-Events, Diskotheken bishin zum Opernball. Wenn man dabei ein gewisses Drehbuch aufstellt und über mehrere Kameras verfügt, kann man dann auch tatsächlich wieder eine gewisse Bildregie ausführen.

Natürlich nutzen viele Menschen heutzutage die 360-Grad-Technologie auch bereits privat. Dies erfolgt aber meist ohne Stativ und ziemlich spontan.

Professionelle Panoramavideos sind am besten als konsequente Erweiterung der Filmtechnik zu sehen – und zwar dort, wo man mit einer herkömmlichen Filmaufnahme an seine Grenzen stößt, wo Räume beengt sind oder schlichtweg so viel gleichzeitig in allen Richtungen passiert, dass man den Zuschauer lieber selbst entscheiden lässt.

 

Potentielle Einsatzbereiche:

  • Innenräume, Austellungshallen, Flughäfen, Showrooms
  • Schulen, Schwimmbäder, Museen
  • Öffentlicher Nahverkehr, Bahnhöfe, Straßenkreuzungen
  • Messehallen, Festivitäten, Vorträge, Konzerte, Stadien, Sporthallen
  • Hochzeiten, Familienfeiern
  • Bars, Clubs, Hotels, Restaurants
  • Bandräume, Musikvideos
  • Interviews
  • Produktionsstätten, Logistikzentren

 

DER KUNDE WIRD BEGEISTERT SEIN

Kunde und Auftraggeber selbst sind bei einem 360-Grad-Video gleichermaßen erstaunt und mit Spaß dabei. Die Dreharbeiten ergeben neue Einblicke für alle und sind nie einfältig, sondern stets eine neue Herausforderungen.

Sollten auch Sie Interesse an einem professionellen Panoramavideo haben, melden Sie sich jederzeit unter 089 / 41 41 453 0. Gerne dürfen Sie uns auch direkt Ihre Anfrage zuschicken: